Eine Website erstellen zu lassen kostet je nach Umfang meist zwischen rund 1.000 Euro für eine einfache Visitenkarten-Website und 20.000 Euro für eine individuell gestaltete Unternehmenswebsite. Onlineshops und Web-Anwendungen liegen deutlich darüber. Dazu kommen laufende Kosten für Hosting, Domain und Wartung, realistisch sind etwa 100 bis 500 Euro im Monat, wenn ein Profi die Seite pflegt. Ein Website-Baukasten ist mit rund 9 bis 20 Euro im Monat die günstigste Option, bietet aber weniger Spielraum.
Dieser Ratgeber zeigt dir, was eine Website 2026 kostet, aufgeschlüsselt nach Website-Typ, Anbieter und Kostenfaktor. Alle Preisangaben sind Richtwerte aus öffentlich zugänglichen Quellen (Stand 10/2026, ohne Gewähr), die Quellen findest du am Ende des Artikels.
Inhaltsverzeichnis
- Was kostet eine Website? Preise nach Website-Typ
- Was kostet eine Homepage für Selbstständige und Gründer?
- Website erstellen lassen oder selbst erstellen? Die Möglichkeiten
- Die wichtigsten Kostenfaktoren
- Laufende Kosten: Was kostet eine Website im Monat?
- Barrierefreiheit: Pflicht und Kosten
- Ablauf der Website-Erstellung
- Angebote vergleichen: Festpreis oder Stundensatz?
- Häufige Fehler, die Website-Kosten treiben
Was kostet eine Website? Preise nach Website-Typ
Bevor du Angebote einholst, hilft ein Blick auf die gängigen Website-Typen. Jeder Typ hat einen typischen Umfang an Seiten, Funktionen und Inhalten und damit eine typische Preisspanne.
Der wichtigste Preistreiber ist die Art der Website. Eine Visitenkarte mit wenigen Seiten ist in kurzer Zeit umgesetzt, ein Online-Shop mit Warenwirtschaft, Zahlungsarten und Versandlogik braucht ein Vielfaches an Aufwand. Die folgenden Spannen gelten für die Erstellung durch eine Webdesign-Agentur oder einen erfahrenen Freelancer:
| Website-Typ | Typischer Umfang | Preisrahmen (einmalig) |
|---|---|---|
| Landingpage / Onepager | eine Seite, ein Angebot, Kontaktformular | ab rund 1.500 €* |
| Visitenkarten-Website | wenige Seiten: Start, Leistungen, Über uns, Kontakt | 1.000 bis 3.500 € |
| Unternehmenswebsite | mehrere Leistungsseiten, Blog, individuelles Design | 5.000 bis 20.000 € |
| Online-Shop (z. B. WooCommerce) | Produktkatalog, Warenkorb, Zahlung, Versand | 8.000 bis 30.000 € |
| Komplexer Online-Shop | viele Produkte, Schnittstellen zu ERP oder Warenwirtschaft | 35.000 bis über 100.000 € |
| Web-Applikation / Portal | Login, Datenbank, individuelle Funktionen | 30.000 bis über 150.000 € |
Richtwerte laut Graphek (2026). *Onepager: Einstiegspreis aus unserem eigenen Webdesign-Angebot in Mannheim. Stand 10/2026, ohne Gewähr.
Visitenkarten- und Portfolio-Website
Eine Visitenkarten-Website zeigt, wer du bist, was du anbietest und wie man dich erreicht. Eine Portfolio-Website für Fotografen, Designer, Architekten oder Handwerker liegt preislich meist im selben Bereich. Teurer wird sie, wenn Galerien mit vielen Bildern, ein Buchungssystem oder ein kleiner Shop dazukommen.
Unternehmens-Website
Für die klassische Unternehmens-Website eines kleinen oder mittleren Betriebs ist die Spanne am größten: Ein angepasstes Theme mit fünf Unterseiten ist etwas völlig anderes als ein individuelles Design mit 30 Seiten, mehrsprachigen Inhalten, Karrierebereich und Schnittstellen zu CRM oder Newsletter-Tool.
Online-Shop
Bei einem Online-Shop kommen Produktdaten, Zahlungsarten, Versandregeln, Steuern und Rechtstexte dazu. Ein Shop auf Basis von WooCommerce oder Shopify mit überschaubarem Sortiment ist günstiger als ein Shop mit Tausenden Artikeln und Anbindung an die Warenwirtschaft. Bei Onlineshops solltest du außerdem höhere laufende Kosten für Plugins, Apps oder Transaktionsgebühren einplanen.
Was kostet eine Website mit 10 Seiten?
Für eine Website mit etwa fünf bis zehn Seiten, professionellem Design und Kontaktformular solltest du bei einer Agentur mit einem mittleren vierstelligen Betrag rechnen. Graphek nennt für eine einfache WordPress-Seite mit fünf Unterseiten 2.000 bis 4.000 Euro, für eine umfangreiche Unternehmenswebsite mit individuellem Design 8.000 bis 20.000 Euro. In unserem eigenen Angebot für Mannheim liegt eine Unternehmenswebsite mit fünf bis zehn Seiten zwischen 3.000 und 7.000 Euro. Entscheidend ist, wer die Texte und Bilder liefert und welche Funktionen dazugehören.
Was kostet eine Homepage für Selbstständige und Gründer?
Für Gründer, Selbstständige und kleine Unternehmer reicht zum Start oft eine schlanke Website mit Startseite, Leistungsseiten, Über-mich-Seite, Kontakt und Rechtstexten. Bei einem Profi bewegst du dich damit meist im unteren vierstelligen Bereich, mit einem Website-Baukasten bei einem monatlichen Tarif. Die wichtigste Frage ist nicht der Preis, sondern was die Website leisten soll: Wenn du über Google gefunden werden und Anfragen bekommen willst, lohnt sich eine saubere Struktur mit einer eigenen Seite pro Leistung mehr als ein aufwendiges Design.
Ein praktischer Weg für ein kleines Business: mit einer professionell erstellten Basis starten, die du im CMS selbst pflegen kannst, und Funktionen wie Blog, Buchung oder Shop erst später ergänzen, wenn das Geschäft läuft.
Website erstellen lassen oder selbst erstellen? Die Möglichkeiten
Neben dem Website-Typ bestimmt die Wahl des Anbieters die Kosten. Es gibt im Wesentlichen vier Möglichkeiten, eine Website zu erstellen oder erstellen zu lassen:
| Option | Kosten | Passt für | Grenzen |
|---|---|---|---|
| Website-Baukasten (z. B. Jimdo, Wix) | ca. 9 bis 20 € pro Monat | Gründer, einfache Online-Präsenz, kleines Budget | eingeschränktes Design, Abhängigkeit vom Anbieter, eigene Arbeitszeit |
| Content-Management-System selbst (z. B. WordPress) | Software lizenzfrei; Premium-Theme ca. 50 bis 100 € einmalig, Plugins ca. 100 bis 500 € pro Jahr | technisch interessierte Selbstständige | Einarbeitung, Updates und Sicherheit liegen bei dir |
| Freelancer | ca. 50 bis 120 € pro Stunde | klar umrissene Projekte, persönliche Betreuung | begrenzte Kapazität, Ausfallrisiko |
| Webdesign-Agentur | ca. 80 bis 150 € pro Stunde | Unternehmen, Relaunch, Shops, laufende Betreuung | höhere Einmalkosten |
Quellen: Jimdo-Magazin (Baukasten), Graphek 2026 (Stundensätze, Theme, Plugins). Stand 10/2026, ohne Gewähr.
Website-Baukasten
Moderne Baukasten-Systeme brauchen keine Programmierkenntnisse und bieten viele Vorlagen. Die Kosten sind gut planbar, Hosting, Domain und SSL sind meist im Tarif enthalten. Zusatzfunktionen wie Shop oder Terminbuchung kosten aber oft extra, und ein späterer Umzug auf ein anderes System ist aufwendig. Du investierst vor allem eigene Zeit in Inhalte und Gestaltung.
Content Management System
Mit einem Content Management System wie WordPress und einem Page-Builder wie Elementor kannst du viel selbst umsetzen. Die Software ist kostenlos, Domain, Hosting, Themes und Plugins aber nicht. Ohne Know-how bei Updates und Sicherheit wird die Ersparnis schnell zum Risiko. Viele Unternehmen lassen die Website deshalb vom Profi im CMS aufsetzen und pflegen Inhalte danach selbst.
Website erstellen lassen beim Freelancer
Ein Freelancer ist oft günstiger und flexibler als eine Agentur, und du hast einen direkten Ansprechpartner. Die Kapazität ist allerdings begrenzt, bei Krankheit oder Urlaub steht dein Website-Projekt still. Für klar umrissene Projekte mit festem Umfang ist ein erfahrener Freelancer eine gute Option.
Website erstellen lassen bei der Webdesign-Agentur
Eine Webdesign-Agentur bringt Konzept, Design, Entwicklung, Texte und oft auch SEO und Wartung aus einer Hand. Das kostet mehr, spart aber Abstimmung zwischen mehreren Dienstleistern. Für beide Profi-Optionen gilt: Die Qualität schwankt stark, Referenzen und eine klare Leistungsbeschreibung sind wichtiger als der Stundensatz.
Die wichtigsten Kostenfaktoren
Zwei Angebote für „eine Website“ können sich um das Fünffache unterscheiden, ohne dass eines davon unseriös ist. Diese Faktoren erklären den Unterschied:
- Seitenanzahl und Website-Struktur: Jede Seite braucht Konzept, Layout, Inhalte und Tests. Eine klare Struktur mit wenigen, starken Seiten ist oft besser und günstiger als viele dünne Unterseiten.
- Design: Template oder individuell: Ein angepasstes Theme ist deutlich günstiger. Individuelles UI/UX-Design kostet laut Graphek zusätzlich etwa 2.000 bis 8.000 Euro.
- Funktionen: Blog-Integration (ca. 500 bis 1.500 €), Kontaktformular mit CRM-Anbindung (ca. 300 bis 800 €), Buchungssystem (ca. 1.000 bis 3.000 €) oder Mitgliederbereich (ca. 2.000 bis 5.000 €) erhöhen den Preis. Mehrsprachigkeit schlägt mit etwa 30 bis 50 Prozent Aufschlag zu Buche.
- Suchmaschinenoptimierung: Saubere Technik, Seitentitel und Struktur sollten in jedem Angebot enthalten sein. Laufende SEO-Arbeit ist ein eigener Posten, mehr dazu in unserem Ratgeber SEO-Kosten.
- Rechtliches: Impressum, Datenschutzerklärung und Cookie-Lösung gehören auf jede geschäftliche Website. Eine anwaltliche Prüfung der Datenschutzerklärung kostet laut Graphek etwa 200 bis 500 Euro.
Content-Erstellung: Texte und Bilder
Inhalte werden bei der Website-Erstellung am häufigsten unterschätzt. Graphek nennt 50 bis 150 Euro pro Seite für Texte und 500 bis 2.000 Euro für ein Fotoshooting. Lieferst du die Inhalte selbst, sinken die Kosten, das Projekt dauert aber oft länger. Gute Texte beantworten die Fragen deiner Kunden und sind gleichzeitig die Grundlage dafür, dass die Website bei Google gefunden wird.
Laufende Kosten: Was kostet eine Website im Monat?
Mit dem Livegang ist die Website nicht bezahlt. Laufende Kosten entstehen für Technik, Sicherheit und Pflege. Diese Richtwerte nennt Graphek für 2026:
| Posten | Kosten pro Monat |
|---|---|
| Hosting (inkl. E-Mail-Postfächer je nach Tarif) | ca. 5 bis 50 € |
| Domain | ca. 1 bis 3 € |
| SSL-Zertifikat | meist im Hosting enthalten |
| Wartung und Updates | ca. 50 bis über 500 € |
| Backups und Sicherheit | ca. 20 bis 50 € |
| Content-Pflege (optional) | ca. 100 bis 500 € |
Quelle: Graphek 2026. Stand 10/2026, ohne Gewähr.
Realistisch sind damit etwa 100 bis 500 Euro im Monat, wenn ein Dienstleister die Website technisch betreut. Wer Updates selbst einspielt, zahlt vor allem Hosting und Domain. Bei einem Baukasten sind Hosting, Domain und Technik im Monatstarif enthalten.
Barrierefreiheit: Pflicht und Kosten
Seit dem 28. Juni 2025 gilt das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG). Es betrifft vor allem Websites und Onlineshops, über die Verbraucher Verträge abschließen. Dienstleistende Kleinstunternehmen mit weniger als zehn Beschäftigten und höchstens 2 Millionen Euro Jahresumsatz oder Bilanzsumme sind grundsätzlich ausgenommen. Ob deine Website betroffen ist, solltest du im Zweifel rechtlich prüfen lassen.
Für die Kosten gilt: Barrierefreiheit von Anfang an mitzudenken ist günstiger als nachzubessern. Graphek nennt für Neuprojekte einen Aufpreis von etwa 10 bis 20 Prozent der Entwicklungskosten und für die Nachbesserung bestehender Websites 2.000 bis 5.000 Euro.
Ablauf der Website-Erstellung in sieben Schritten
Ein seriöser Ablauf schützt dich vor Nachforderungen. So sieht die Website-Erstellung bei den meisten Agenturen und Freelancern aus:
- Briefing: Ziele, Zielgruppe, Umfang, Funktionen, Budgetrahmen und Zeitplan.
- Angebot: Leistungsumfang, Preis, Zeitplan, Anzahl der Korrekturschleifen.
- Konzept und Website-Struktur: Seitenbaum, Inhalte je Seite, Kontaktwege.
- Design: Entwürfe für Startseite und Unterseiten, Abstimmung und Freigabe.
- Umsetzung: Entwicklung im CMS, Einbau der Inhalte, mobile Darstellung, Technik-SEO.
- Test und Livegang: Prüfung auf verschiedenen Geräten, Formulare, Rechtstexte, Weiterleitungen bei einem Relaunch.
- Betrieb: Wartung, Updates, Backups, inhaltliche Weiterentwicklung.
Wie lange die Website-Erstellung dauert, hängt vor allem davon ab, wie schnell Inhalte und Freigaben vorliegen. Eine kleine Website ist oft in wenigen Wochen fertig, größere Projekte und Shops brauchen mehrere Monate.
Angebote vergleichen: Festpreis oder Stundensatz?
Für klar umrissene Projekte ist ein Festpreis meist die bessere Wahl: Du kennst die Kosten vorab, und die Agentur trägt das Risiko für ihre Schätzung. Ein Stundensatz passt eher für Weiterentwicklung und Pflege, bei der der Umfang vorab unklar ist. Achte beim Vergleich auf diese Punkte:
- Sind Konzept, Design, Umsetzung, Inhalte, SEO-Grundlagen und Rechtstexte einzeln ausgewiesen?
- Wie viele Korrekturschleifen sind enthalten, und was kostet jede weitere?
- Gehören Domain, Hosting und Zugänge am Ende dir?
- Welche laufenden Kosten entstehen nach dem Livegang?
- Kannst du Inhalte später selbst ändern, und gibt es eine Einweisung?
Hole zwei bis drei Angebote mit demselben Briefing ein. Nur dann sind die Preise vergleichbar. Passende Anbieter findest du im Vergleich der Webdesign-Agenturen, regional zum Beispiel unter Webdesign Köln oder Webdesign Heidelberg.
Häufige Fehler, die Website-Kosten treiben
- Kein klares Briefing: Wer erst während des Projekts entscheidet, was die Website können soll, zahlt für Umwege.
- Inhalte zu spät: Fehlende Texte und Bilder verzögern den Livegang mehr als jede Technik.
- Billigangebot ohne Leistungsbeschreibung: Ein sehr niedriger Pauschalpreis ohne Details endet oft in Nachforderungen oder in einer Seite, die nach kurzer Zeit neu gebaut werden muss.
- Laufende Kosten vergessen: Wartung und Updates sind kein Extra, sondern Voraussetzung für eine sichere Website.
- Zugänge bleiben beim Dienstleister: Lass Domain und Hosting auf dein Unternehmen registrieren.
Fazit: Wie viel solltest du für eine Website einplanen?
Für eine professionelle Online-Präsenz kleiner Unternehmen und Selbstständiger ist ein Budget im unteren bis mittleren vierstelligen Bereich realistisch, für eine individuelle Unternehmenswebsite eher 5.000 Euro und mehr, für einen Onlineshop deutlich mehr. Dazu kommen laufende Kosten. Wer nur eine einfache Präsenz braucht und Zeit mitbringt, startet mit einem Baukasten günstiger. Wer Anfragen und Umsatz über die Website gewinnen will, fährt mit einem Profi meist besser, weil Struktur, Texte und Technik zusammenpassen.
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Quellen
- Graphek: Website erstellen lassen: Was kostet Webdesign wirklich? (2026), graphek.de
- Jimdo-Magazin: Was kostet eine Homepage? (Baukasten-Tarife), jimdo.com
- IONOS Digital Guide: Was kostet eine Website? (BFSG-Ausnahme für Kleinstunternehmen, 09/2026), ionos.de